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Leitlinien für eine gute Berufs- und Studienorientierung

Vor der Einführung des Berufswahl-SIEGELs in Bayern wurde zunächst der Frage nachgegangen: Was ist eigentlich gute Berufs- und Studienorientierung? 

Auf dieser Basis hat SCHULEWIRTSCHAFT Bayern gemeinsam mit einer interdisziplinären Expert*innen-Gruppe mit Vertreter*innen aus Schule, Wirtschaft und in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) Leitlinien für eine gute Berufs- und Studienorientierung entwickelt.

Wirksame Berufs- und Studienorientierung wird auf drei verschiedenen Säulen aufgebaut

Wirksame Berufs- und Studienorientierung muss fest in der Struktur der Schule und ihrer langfristigen Planung verankert sein. Es ist nicht ausreichend, sich auf einzelne, unregelmäßige Maßnahmen zu verlassen. Stattdessen sollte Berufs- und Studienorientierung als Prozess angesehen werden, bei dem die Schüler*innen kontinuierlich und verlässlich begleitet werden müssen.

Individuelle Beratung und Begleitung, Praxisräume, Integration in den Unterricht

Auf Ebene der Jugendlichen geht es einerseits um die effektive Vermittlung von Informationen zu Berufen. Schüler*innen profitieren von einer praxisnahen Ausbildung und einer frühen Berufsorientierung, auch an außerschulischen Lernorten während der Schulausbildung. Andererseits zeichnet sich eine wirkungsvolle Berufs- und Studienorientierung insbesondere durch individuelle Beratung und Begleitung aus. Dabei sollte auf die Stärken der einzelnen Schüler*innen eingegangen und Maßnahmen zur Kompetenzförderung umgesetzt werden.

Das Netzwerk einer Schule und die Einbeziehung externer Partner ist bei einer wirksamen Berufs- und Studienorientierung besonders wichtig. Die Jugendlichen benötigen neben aktiven Schulen und Lehrkräften auch regionale Partner, die den gesamten Prozess extern begleiten und vielfältige Erfahrungen ermöglichen. Diese Partner können aus der Wirtschaft, von Weiterbildungseinrichtungen oder aus dem direkten Schulumfeld z.B. Eltern kommen. Durch eine starke Kooperation der Schulen mit Unternehmen, kommen die Jugendlichen früh mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt und gewinnen Einblicke in viele verschiedene Bereiche der Arbeitswelt.

 

Nutzung der Leitlinien für Schulen - als Instrument der Selbsteinschätzung

Die Leitlinien für eine gute Berufs- und Studienorientierung bilden den Grundstein für das Berufswahl-SIEGEL. Sie definieren und beschreiben zentrale Ansatzpunkte zur Verankerung von Berufs- und Studienorientierung im Schulprofil. Die Leitlinien entsprechen den Anforderungen des bundesweiten Netzwerks des Berufswahl-SIEGELs und dienen den Schulen als Qualitätsgrundlage. Außerdem stellen sie den sich bewerbenden Schulen ein freiwilliges Analyseinstrument der Selbsteinschätzung dar, um die Orientierung des aktuellen Standpunktes und die nächsten Schritte der Weiterentwicklung ermitteln zu können. Die Leitlinien dienen als Prozessleitfaden, um die Schritte der Entwicklung beobachten und die Zieldefinition immer vor Augen zu haben. Erlangte Erfolge und noch zukünftige Entwicklungsschritte werden hier sichtbar und messbar.

Bereits vor einer Bewerbung für das Berufswahl-SIEGEL können Sie als Schule unabhängig mit den Leitlinien für eine gute Berufs- und Studienorientierung arbeiten.

Gerne überlegen wir gemeinsam mit Ihnen, wie Sie die Leitlinien konkret im Schulalltag einsetzen können. Haben Sie Interesse an einem Workshop? Dann kontaktieren  Sie uns gerne.

 

Nutzung der Leitlinien für Juroren – als Instrument der Fremdeinschätzung

Im Rahmen der Berufswahl-SIEGEL Zertifizierung evaluieren ehrenamtliche Juroren aus Schule, Wirtschaft und Beratung, inwiefern die teilnehmenden Schulen die Kriterien für gute Berufs- und Studienorientierung in ihrem Schulleben verankern und nachhaltig anlegen. Schulen, die praxisnahe Berufserfahrung und außerschulische Lernorte ermöglichen, starke Kooperationen zu Unternehmen in der Region pflegen und umfassend auf die Bedürfnisse von Schülern eingehen, haben hier die Möglichkeit ausgezeichnet zu werden und in einen längerfristig angelegten Schulentwicklungsprozess zu starten. Die ehrenamtlichen Juroren werden im Rahmen einer Schulung damit vertraut gemacht, wie sie die Leitlinien für eine gute Berufs- und Studienorientierung als Kriterien in der Bewertung der Schulen einsetzen können. In den Jurysitzungen haben sie die Möglichkeit, sich mit anderen Juroren darüber auszutauschen und zu diskutieren wie eine gute Berufs- und Studienorientierung in der Praxis aussieht.

Wenn Sie Interesse haben, sich als Jurymitglied für das Berufswahl-SIEGEL zu engagieren, wenden Sie sich gerne an uns.

 

Die Leitlinien stehen hier als Download für Sie zur Verfügung. Auf Wunsch lassen wir Ihnen die Leitlinien auch gerne in gebundener Form zukommen. Bitte senden Sie uns eine E-Mail  mit der gewünschten Anzahl der Exemplare.

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